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Die Grafen des Hochadels dieses Namens und dieser Grafschaft trugen immer den Namen ihres Stammortes Hostaden nachweislich Hoisten, am ehemaligen Rheinarm, an der Mittel - und Niederterrasse, auf einer natürlichen Anhöhe (Bruchkante). Der rechtssehende schwarze Adler blieb immer ihr Wappentier; ob auf weißem (Silber), gelbem (Gold) oder blutrotem Grund (stilisiert).

Zwischen Rhein und Niers (n. Prof. Ehlen, Fahne, Cremers akad. Beiträge, Lacomblet II,Urk.504, Hoistener Pfarrer Küppers u. Stein, Vaterländische   Chronik usw.) befand sich dieser rheinische Grafensitz und er nannte sich immer in den Urkunden - auch im Kirchenarchiv des Erzbistums Köln
                            
                        Hostaden/Hochsteden vulgo Hoisten.

Der Stamm pflanzte sich nach einer Teilung bis nach Wickrath fort. Die Vermählung mit den Grafen von der Ahr legitimieren die vorhandenen Stammtafeln, jetzt auch online einsehbar, wodurch sich die dortigen Besitztümer erklären.

Die Zeit derer von Hochstaden lag nachweislich zwischen anno 1074 und 1246 und endete mit der Resignation an den Erzbischof in Köln, Konrad von Hostaden oder Hoesteden (1238 - 1261). Alle Urkunden sind noch vorhanden, übersetzt und registriert. Es folgte nach anno 1246 dann die Zeit der Burggrafen; dieselben nannten sich auch nach dem Namen unserer Ortschaft Hoesteden, - von Hochsteden, nachweislich Hoisten. Dieser Erzbischof regierte als einer der mächtigsten Fürsten seiner Zeit; aber als geistlicher Würdenträger war er kein Dynast mehr. 

In der Dynastie derer von Hostaden konnten auch die weiblichen Nachkommen ein Grafenerbe übernehmen. Eben deshalb  entstand ein jahrzehntelanger Erbfolgestreit durch Graf Walram von Jülich/Bergheim und seiner Gattin Mechthilde, einer Erbnichte und Blutsverwandten derer von Hostaden und Nichte des berühmten Erzbischofs, in dem die Kölner Erzdiözese letztendlich anno 1295 - mit dem Segen des Papstes - (durch Vergleich)  den Sieg davon trug. Die kleine Ortschaft "Hostaden/Hoisten" verblieb als gräfliches "Weiberlehen" mit dem Hoestedener Hof den Jülichern. Die großen Ländereien mit dem Kölner Schluchenhof und der Holz- und Burggrafschaft erhielt jedoch die Erzdiözese. 

Die Geschichte der bekannten beiden Höfe mit Weiher umgeben, wäre auch in einer NGZ-Beilage "Heimatland 21" oder "Feuerwehrchronik" 1985, sowie im Buch "Hoistadensis" 2000 nachlesbar. Ein großer "Wiedenhof "der Kirche St. Peter Hoisten (letzter Besitzer Limburg - an Rohles - ) verschwand leider von der Bildfläche.



Wir sehen die historische "Mutterkirche St. Peter" am östlichen  Dorfeingang mit  der Hummelbachbrücke  1936 vor dem  Turmbeschuß. Der Gillbach verläuft nordwestlich von Hoisten und umschlingt die Motte Rüblinghoven "Rhotbertingahova". Der verschenkte Ort an den hl. Ludger "ad crucem" muß in der Nähe der ersten Leutekirche St. Peter gewesen sein; denn so liegt auch die alte Römer- und Heerstraße am "ad crucem" = Hagelkreuz, zwischen Weckhoven und Hoisten, durch spezielle Luftaufnahmen gesichtet und durch Archäologen bestätigt.

Das jetzige Dorf Hoisten mit seinen interessanten Ländereien und die  100 Morgen Stiftungsland im Broich, umschließen die Flüsse Erft und Gillbach, inmitten der Hoistener Hummelbach, (früher "Hoistener Bach",) der leider - durch die Braunkohle - nur noch als Rinnsal im seichten Broich verläuft.


ALTE KATASTERKARTE 1867

IN FARBEN UND WAPPEN, ERGÄNZT VON  MATTHIAS  HELTEN sen +. 

Die Hoistener Burghöfe lagen an der Bruchkante mit ihren Weihern im Sumpf und die Kirche mittig davor auf einer natürlichen Anhöhe. Dann folgen die ältesten Straßenzüge "das Kreuz" und "die Schleuder". Die beiden bekanntesten Hoistener Hofesanlagen  " Hochstedener Hof " zu Jülich gehörend, (später villa Severissimi Electoris Palatini in Hoisten,  Hof des Gnädigsten Kurfürsten von der Pfalz); sowie der " Schluchenhof " (Ritter Niederhouen/Schluch) zu Köln gehörend, sind darauf sehr gut zu erkennen.

Wenn eine Archivtür verschlossen blieb, öffneten andere Archive mit ihren Urkundensammlungen von großer Fülle und echten Dokumenten ihre Türen.
Deshalb soll hiermit endlich die historische Wahrheit bezeugt werden; "denn die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit", formulierte einmal ein kluger Geist.                                         

Die vorliegende Historie der Ortschaft Neuss/Hoisten wurde als Manuskript zusammengestellt und mit Kommentar veröffentlicht von: Marianne PHILIPP, 
- 41469 Neuss
-
im Jahre 2000 und als erste Auflage an Archive und Universitäten verteilt.

Herr Professor Dr. Heinz Rölleke -prof.roelleke@web.de- in Hoisten

übersetzte darin dankenswerterweise einige Urkunden.

Ansonsten waren die meisten Urkunden schon von Experten übersetzt. Es war nur eine große Mühe für mich, dieselben zu finden. Bei allen regionalen Heimatchroniken überließ man diese Historie dem Vergessen oder interpretierte sie an anderen Orten (zum Beispiel  Frimmersdorf oder Rheinbach usw...), obwohl so viele Urkunden z.B. im erzbischöflichen Archiv Köln (einschließlich der sieben Kirchenkisten) und in privaten Archiven über Hoisten, Hostaden, Hoesteden vorliegen. Nach vorhandenen Dokumenten steht in Hoisten bereits das siebte neuerbaute Kirchengebäude  "St. Peter" auf dem selben Fleck - nach der Schenkung an die Kölnische Kirche; obwohl das Jülich/Bergheimer Grafenpaar das Dorf erbte. Die Leibeigenen in Hoisten durften danach selbst wählen, ob sie zur Kölner Burggrafschaft  oder dem Grafen zu Jülich angehören wollten.

Nach jeder historischen Attacke (dreimal Burgenbau) wurde auch die Ortschaft Hoesteden - Hostaden - Hochsteden vulgo Hoisten immer wieder neu aufgebaut.

Dieses Dorf bezeugt weiterhin den Namen seiner Dynasten Hostaden oder Hosteden (lat. Hoistadensis), Hochstaden, Hochsteden vulgo Hoisten, wonach der berühmteste rheinische Hochadel seiner Zeit sich benannte, so unscheinbar sich das Dorf auch heute zeigt. (Dies kann nicht oft genug wiederholt werden.) Wie bereits nachweisbar, waren die Grafen von Helpenstein auch mit den Hochstadener verwandt. Auch dieses Erbe ging an den Erzbischof.

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Das kleine verbliebene Bauerndorf nach dem 30-jährigen  Krieg, volkstümlich genannt Hoisten, jetzt mit seinen Neusiedlern, existierte nachweisbar nicht nur im frühen Mittelalter, wie in der vorgestellten Dynasten-Geschichte beschrieben. Steinzeitfunde und römische Scherben belegen auch die Zeit davor. Der "Großstadt Neuss" wurde es im Jahre 1975 einverleibt, mit allen daraus gewachsenen Problemen für die Ortsbewohner. Das Auffinden der alten Urkunden unseres Ortes verdanken wir den unauffälligen Anmerkungen in den wissenschaftlichen Urkundenregesten von überregionalen Expertenverfaßt, welche jedoch bei der regionalen Heimatgeschichtsschreibung weder beachtet, noch einbezogen worden sind und das auch heute noch. --- Weit mehr als ein Vierteljahrhundert gehört  Hoisten jetzt schon zur Stadt Neuss. ---

Nach langen Jahren der Suche wäre jetzt die erste Zusammenfassung "Hoistadensis bei Neuss, der ehemalige Dynastensitz" 262 S. Jg. 2000, darüber vorhanden. Darin die Auflistung der Dynasten des Hochadels wie folgt nach Weidenbach:

1  Dynast Gerhardus I. von Hoesteden/Hostaden/Hoisten      1074 - 1096

2  Dynast Gerhardus II.von Hoesteden/Hostaden/Hoisten      1096 - 1144

3  Dynast Otto I.(Ahr)heiratet Adelheid v.Hoesteden/Hoisten  1144 - 1152

4  Theoderich I. von Hoesteden/Hostaden/Hoisten                1152 - 1195

5  Lothar I. von Hoesteden//Hoisten (Flucht n.Münstereifel)   1195 - 1212

6  Lothar II.von Hoesteden/Hostaden/Hoisten                       1212 - 1237

7  Theoderich II. von Hoesteden/Hostaden/Hoisten               1237 - 1245

8  Friedrich von Hoesteden - letzter Dynast - Resignation      1246 

Ende der Grafschaft - Anfang der Kölner und Jülicher Burgherrenzeit mit den gräflichen Burgdamen,(wegen des Weiberlehens) die beiden Schwestern Domina Elisabeth u. Englingrade, Gräfin Holte, usw...
Die Kölner und Jülicher Burggrafen derer "von Hochsteden" durften sich erst
nach der Resignation an das Erzbistum Köln so nennen und können bis ins 19. Jahrhundert bezeugt werden.

Anno 1248 begann der Erzbischof Konrad von Hochsteden - Friedrichs Bruder - als mächtigster Fürst seiner Zeit mit dem Dombau zu Köln.

Die Grafschaft Hoesteden schenkte Friedrich von Hostaden am Tage des heiligen Quirin an die Kölner Kirche .(So heißt es in der Schrift).

Anno 1250 erbaute der Erzbischof Konrad von Hochsteden ein neues Schloss  gen. "Newenburg" ,- abseits der sich bildenden Städtebünde - bei Frimmersdorf eine neue Grafenburg als Erzbischof von Köln, wo sein Geschlecht auch noch Streubesitz hatte, besonders Fluchtburgen, so wie an vielen anderen Orten Schlösser und Höfe, (z.B. in Kaarst - Holzbüttgen im Neusser Norden usw....). Doch auch dieses Schloss wurde geschleift. Die alte Motte  "Husterknupp" auch "Knutchenburg" genannt, fiel vor Jahrzehnten der Braunkohle zum Opfer. Bei der archäologischen Aufarbeitung fehlte leider eine detaillierte, überzeugende Aufarbeitung der Urkunden - als Namensbeweis - bei der Publikation von Herrnbrodt (Archäologe). 

Der Stammsitzname einer Ortschaft Hostaden konnte in Neurat-Frimmerdorf nie nachgewiesen werden.

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Weitere Internetadressen:

http://www2.uni-wuppertal.de/FB4/germanistik/Homepage_Roelleke/wahl.html 

http://person.yasni.de/marianne-philipp-29922.htm

http://www.helten.org

http://www.google.de - Burggrafen Hochsteden

http://www.koelner-dom.de/

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